Stärken und Schwächen mit echten Beispielen erklären

Formulieren Sie nachvollziehbare Stärken und eine ehrliche Schwäche. Zeigen Sie an einem konkreten Beispiel, wie Sie arbeiten und dazulernen.

„Ich bin teamfähig“ ist eine Beschreibung, aber noch kein Beispiel. Eine überzeugende Antwort erklärt, was Sie in einer konkreten Situation getan haben und warum das für die Stelle relevant ist. Sie müssen dafür keinen außergewöhnlichen Erfolg erfinden.

Eine Stärke auswählen, die zur Aufgabe passt

Lesen Sie die Anforderungen der Stelle und wählen Sie eine Stärke, die Sie tatsächlich in Ihrer Arbeit zeigen. Das kann etwa sorgfältige Übergabe, verständliche Kommunikation oder strukturiertes Priorisieren sein. Wichtiger als ein großes Wort ist die nachvollziehbare Handlung.

Eine Antwort lässt sich so aufbauen: „Eine meiner Stärken ist [Fähigkeit]. Das hat sich bei [echte Situation] gezeigt. Ich habe [eigene Handlung]. Dadurch [belegbares Ergebnis]. Für Ihre Stelle ist das relevant, weil [Bezug zur Aufgabe].“

Nennen Sie einen gemeinsamen Erfolg als gemeinsamen Erfolg. „Unser Team hat …, mein Beitrag war …“ macht Ihre Rolle klar. Falls Sie keine Kennzahl haben, beschreiben Sie einen beobachtbaren Effekt, etwa eine vollständigere Übergabe. Erfinden Sie keinen Prozentsatz.

Eine Schwäche ehrlich und handhabbar beschreiben

Wählen Sie eine tatsächliche Schwierigkeit und erklären Sie, wie Sie damit umgehen. „Perfektionismus“ wirkt nur dann nachvollziehbar, wenn Sie das konkrete Problem benennen: Was dauerte zu lange? Welche Rückmeldung haben Sie bekommen? Was tun Sie heute anders?

Ein frei erfundenes Formulierungsbeispiel: „Bei umfangreichen Aufgaben habe ich früher zu spät eine Zwischenversion gezeigt. Dadurch konnten Rückfragen erst spät geklärt werden. Heute vereinbare ich früh einen Zwischenstand und zeige offene Punkte dazu.“ Nutzen Sie es nur, wenn es Ihrer Erfahrung entspricht.

Eine Schwäche muss nicht vollständig verschwunden sein. Sie können sagen, woran Sie noch arbeiten und welche Gewohnheit Ihnen hilft. Vermeiden Sie eine pauschale Aussage wie „Das passiert mir nie mehr“, wenn Sie das nicht wissen können.

Was Sie nicht erzählen müssen

Für diese Frage benötigen Sie keine privaten oder medizinischen Details. Bleiben Sie bei Ihrer Arbeitsweise und den Aufgaben der Stelle. Wenn Ihnen die Frage zu breit ist, können Sie nachfragen: „Meinen Sie eher meine fachliche Entwicklung oder meine Zusammenarbeit im Team?“

Die Antwort auf eine Anschlussfrage prüfen

Sprechen Sie Ihre Antwort laut. Lassen Sie danach fragen: „Was haben Sie genau getan?“ oder „Woran haben Sie die Verbesserung erkannt?“ Können Sie das erklären, ist das Beispiel tragfähig. Wenn Sie in allgemeine Aussagen ausweichen, suchen Sie lieber eine kleinere, konkretere Situation.

Bereiten Sie eine Stärke und eine Schwäche gründlich vor, statt fünf Schlagwörter aufzuzählen. Weitere Übungsfragen finden Sie in unserer Sammlung mit 50 Fragen.